Ordentlicher Doppelband!

Nacht Der Schreie - R.L. Stine

Knirschende Schritte vor der Hütte, nächtliche Schreie vom Waldrand, mysteriöse Unfälle – Hollys Job im Camp Nightwing ist der reinste Horror. Und dann geschieht ein schrecklicher Mord. Auch Lindsay erlebt den schlimmsten Sommer ihres Lebens: Im Pool des Ferienclubs treibt ein lebloses Mädchen. Doch als Lindsay zum Beckenrand rennt, ist es verschwunden. Von diesem Moment an beginnt für sie ein entsetzlicher Albtraum.

 

Auch dieser Doppelband gehörte zu meiner Urlaubslektüre. Er enthält die beiden Geschichten “Das Camp” und “Das Verhängnis”.

 

“Das Camp” hat mir prima gefallen. Ich mag Geschichten, die in solchen Camps spielen. Zugegeben, ich habe bisher nur darüber gelesen oder Filme darüber gesehen, aber Ferien in einem solchen Camp stelle ich mir richtig cool vor. Da hat es mich gefreut, dass die Atmosphäre dazu in dieser Geschichte gut rüberkommt. Ich konnte mir das Camp mit dem See, dem Wald und den Hütten gut vorstellen. Und die Aktivitäten, die dort angeboten werden, ließen Sommerfeeling aufkommen. Doch Holly scheint hier nicht sehr willkommen und dann geschieht ein Mord, bei dem sie unter Verdacht gerät. Ich fand es spannend zu verfolgen, wie Holly versucht, hinter das Geheimnis von Camp Nightwing zu kommen. Vor allem, weil sie irgendwann kaum noch Freunde bzw Verbündete hat. Selbst ihr Onkel nimmt sie nicht für voll. Da sind solche Nachforschungen natürlich doppelt schwer. Am Ende kommt sogar ein Schuss Action rein und die Auflösung hat mich überrascht.

 

“Das Verhängnis” ist eine besondere Geschichte, die sich für mein Empfinden von den meisten anderen aus der “Fear Street”-Reihe unterscheidet. Auf mich machten Lindsay und ihre Rettungsschwimmerkollegen nämlich einen deutlich älteren Eindruck als viele andere der Hauptcharaktere der Serie. Das hat mir so aber gut gefallen, zumal sie sich halt nicht so kindisch benehmen. Die Geschichte beginnt mit einer düster-grauen Regenszene und nur wenig später taucht bereits die erste Leiche auf. Da hat man kaum Gelegenheit durchzuatmen. Dank Kapiteln, in denen der Täter zu Wort kommt, ist man Lindsay und Co immer etwas voraus und darf so umso mehr um sie bangen. Gegen Ende sollte man gut bei der Sache sein, denn hier erlebt man einige Wendungen, die einen auch mal wirklich staunen lassen.

 

Wie von dieser Serie nicht anders zu erwarten, liest sich das Buch ausgesprochen leicht. Das kommt nicht nur den jugendlichen Lesern entgegen, auch ich bin immer froh, wenn sich ein Buch so problemlos lesen lässt. Ich lese zur Entspannung, da sollte es nicht anstrengend sein. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und in “Das Verhängnis” sorgen vor allem die Täter-Kapitel für Abwechslung.

 

Sieht das nicht gemütlich und urig aus? Diese Hütten da im Wald? Ich finde, ja. Da ist der Baumstumpf mit dem blutigen Beil ein toller Kontrast. Man weiß so sofort, dass es mit der Idylle doch nicht soweit her ist. Ein sehr schönes Cover, das vor allem zu “Das Camp” passt.

 

Fazit:  Mir haben diese beiden Geschichten gut gefallen. Beide sind spannend und interessant. “Das Camp” konnte vor allem mit seiner Atmosphäre punkten. “Das Verhängnis” konnte mich damit begeistern, dass die Charaktere mal ein paar Jährchen älter wirken als in den meisten anderen “Fear Street”-Geschichten. Eine nette Abwechslung.

Quelle: http://leserattz.wordpress.com/2013/08/20/rezension-fear-street-nacht-der-schreie-r-l-stine