Etwas mehr Weihnachtshund wäre schön gewesen

Ein Weihnachtshund für alle Fälle - Petra Schier

Irina glaubt, die wahre Liebe in ihrem Leben nicht mehr zu finden, seit Lars, der Mann ihres Herzens, sie einmal tief enttäuscht hat. Nun ist Lars kurz vor Weihnachten in ihre Stadt zurückgekehrt. Nichts anderes will sie, als ihm für alle Zeiten aus dem Weg zu gehen. Doch die Mächte des Schicksals haben andere Pläne – in Gestalt von Nick, einem magischen Weihnachtshund, der die schönsten amourösen Verwicklungen heraufbeschwört.

 

Mir war kürzlich nach einer schönen Weihnachtsgeschichte. Und als ich das Cover dieses Buchs sah, war für mich tierverliebte Leseratte klar: das wird mein erstes Weihnachtsbuch dieses Jahr!
Hinter dem niedlichen Cover verbirgt sich eine schöne Liebesgeschichte, die zur Advents- bzw Weihnachtszeit spielt und in der ein Hund eine wichtige Rolle spielt. Vom Verlauf her ist die Liebesgeschichte nun nichts Außergewöhnliches. Irina hat mit Männern wenig am Hut. Am wenigsten mit Lars, einem alten Schulkameraden, mit dem sie damals zusammen war bis es sie bitter enttäuscht hat. Ausgerechnet Lars wird jetzt Irinas Kollege. Anfangs ist man sich spinnefeind, dann aber kommen sie sich doch näher und nach der typischen dramatischen Wendung als eigentlich alles nach Friede, Freude, Eierkuchen aussieht, feiert man wenig später doch gemeinsam das Weihnachtsfest.
Sehr klassisch also, aber doch so wunderbar charmant und mit einer Prise Witz gewürzt erzählt, das ich das Buch gerne und mit einigem Vergnügen gelesen habe.
Für die meiste Komik sorgten für mich aber die Passagen im Himmel beim Weihnachtsmann und dem Christkind. Gemeinsam steuern sie die Geschicke in Sachen Liebe auf der Erde. Die Dialoge zwischen ihnen haben mich oft schmunzeln lassen. Und auch zu erfahren, mit welcher Hightech im Weihnachtshimmel gearbeitet wird, fand ich ausgesprochen witzig. Eine coole Vorstellung!
Für mich hätte es nur gerne etwas mehr Hund sein dürfen. Auch wenn die himmlischen Weihnachtswichtel mit Nick kommunizieren können und ihm sagen, wie er Irina und Lars auf die Sprünge helfen sll. Insgesamt ist von Nick relativ wenig zu lesen. So richtig wichtig wurde er erst am Ende. Das hatte ich mir bei diesem Titel etwas anders vorgestellt.

 

So leicht die Geschichte inhaltlich ist, so leicht liest sie sich auch. Die Seiten fliegen nur so dahin. Eine schöne Idee ist es, dass das Buch genau 24 Kapitel hat. Man könnte es also wie einen Adventskalender lesen. Jeden Tag ein Kapitel. Das dürfte aber schwer fallen, wenn man erst angefangen ist ;)

 

Das Cover ist sehr niedlich mit dem Hund. Komischerweise ist es ein Terrier, obwohl es in der Geschichte um einen Schäferhund geht. Besonders gefällt mir aber der weihnachtsmannbemützte Schneemann und der Elch im Hintergrund. So witzig! Eine winterliche Landschaft und goldene Sterne sorgen für das Winter-Weihnachts-Flair.

 

Fazit: Eine schon sehr typische, aber charmant und humorvoll erzählte Liebesgeschichte, die in der Adventszeit spielt. Ideal für einen gemütlichen Abend bei Kerzenlicht und Tee, wenn es draußen winterlich ist.

Quelle: http://leserattz.wordpress.com/2012/11/26/rezension-ein-weihnachtshund-fur-alle-falle-petra-schier